Erfolgreich Konfliktgespräche führen

2. November 2020 | Tina Hanowski


Konflikte können überall entstehen – ob bei der Arbeit oder im privaten Kontext. Wir haben für Sie einen kleinen Leitfaden entwickelt, der Sie bei der erfolgreichen Führung von Konfliktgesprächen unterstützen soll.

Vorbereitung ist alles!

Eine gute Vorbereitung auf ein Konfliktgespräch ist unersetzlich. Überlegen Sie sich im Vorfeld, was genau Sie am Konfliktthema so berührt, dass dieses eine solche Emotionalität in Ihnen auslöst. Denken Sie auch darüber nach, was die Motive Ihres Gegenübers sein könnten, so zu reagieren, wie er/sie reagiert. Ist es vielleicht die Angst vor Kontrollverlust? Oder das Gefühl, übergangen worden zu sein?

Bevor Sie in das Gespräch starten, sollten Sie sich darüber klar werden, welches Ziel Sie erreichen wollen. Dabei ist es wichtig, folgendes zu bedenken: Ohne Kompromisse wird sich Ihr Konflikt nicht lösen lassen! Also denken Sie genau darüber nach, welche Punkte für Sie essentiell sind und wo Sie bereit sind, Abstriche zu machen, um so der anderen Partei entgegen zu kommen.

Versuchen Sie, das Gespräch möglichst auf neutralem Boden zu führen, d.h. nicht im Büro oder der Wohnung einer der Konfliktparteien. Suchen Sie sich einen Ort, an dem sie ungestört sprechen können.

Regeln in Konfliktgesprächen für eine gute Kommunikation

Bevor Sie in das Konfliktgespräch starten, sollten Sie Regeln vereinbaren. Eine der wichtigsten Regeln ist aus unserer Sicht: Ausreden lassen. Jede Partei sollte die Möglichkeit haben, die eigene Sicht auf die Dinge ungestört darlegen zu können.

Hören Sie Ihrem Gegenüber genau zu und versuchen Sie, zu verstehen, worum es dem anderen geht. Fragen Sie nach, wiederholen Sie das Gesagte in eigenen Worten und fassen Sie dieses zusammen, um sicher zu gehen, dass das, was Sie meinen verstanden zu haben auch das ist, was Ihr Gegenüber gemeint hat.

Wenn der andere fertig ist, stellen Sie Ihre Sicht der Dinge in Ich-Botschaften dar (also nicht: „Sie übergehen mich einfach“, sondern „Ich fühle mich von Ihnen übergangen.“).

Unterteilen Sie dieses in drei Kategorien:

  1. Wahrnehmung:
    Beschreiben Sie, was Sie in der Konfliktsituation beobachten. Generalisieren Sie nicht, sondern verdeutlichen Sie an einem konkreten Beispiel.

  2. Wirkung:
    Beschreiben Sie, welche Gefühle in der geschilderten Situation bei Ihnen ausgelöst werden. Wie fühlen Sie sich? Was macht das mit Ihnen?

  3. Wunsch:
    Formulieren Sie, was Sie sich stattdessen wünschen würden. Wie sieht die Soll-Situation aus?


Wenn sich beide Parteien geäußert haben, stellen Sie die unterschiedlichen Interessen nebeneinander. Wo sind die Unterschiede? Gibt es aber vielleicht auch Gemeinsamkeiten? Arbeiten Sie diese heraus.

Suchen Sie Lösungen

Danach beginnt die Suche nach Lösungsmöglichkeiten. Wie bereits erwähnt, gilt es hier zu bedenken, dass sich beide Parteien darüber im Klaren sein müssen, dass eine für alle Beteiligten zufrieden stellende Einigung ohne Kompromisse auf beiden Seiten nicht zu realisieren ist. Denken Sie an die von Ihnen vorbereiteten Ziele – was ist immens wichtig für Sie und wo sind Sie bereit, einzulenken.

Haben Sie sich geeinigt, sollten Sie eine Vereinbarung treffen. Auch hier gilt: Werden Sie so konkret wie möglich!

Sollte eine Einigung nicht möglich sein, denken Sie darüber nach, einen objektiven Dritten als Mediatoren hinzuzuziehen, z.B. einen erfahrenen Coach.


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